Kampagne für ein grünes Jobwunder

KlimakanzlerIn gesucht: eine Kampagne von Die Klima-Allianz, GCCA, Avaaz und E3G

Lage


Im Sommer 2009 ist Deutschland weit davon entfernt, eine Führungsrolle im internationalen Klimaschutz geltend machen zu können. Auch die EU ist als treibende Kraft der Verhandlungen um ein Post-2012-Abkommen weitgehend ausgefallen. Die Wirtschaftskrise ist dafür eine wichtige Ursache. Das gesteigerte Engagement im Klimaschutz war in den letzten Jahren gut und wichtig, heißt es in Teilen der Politik, doch jetzt müsse zuerst die Wirtschaftskrise überwunden werden. Danach könne man wieder ambitionierten Klimaschutz betreiben.

Ziel


KlimakanzlerIn gesucht will diese falsche Entkoppelung von Krisenmanagement und Klimaschutz durchbrechen. KlimakanzlerIn gesucht will dazu beitragen, dass Klimaschutz und grünes Wachstum als zentrale Voraussetzungen für den Erfolg des Wirtschaftsstandorts Deutschland ganz nach oben auf die politische Agenda kommen.
Jobs in den Bereichen Erneuerbare Energien und Energieeffizienz sind DIE Lösung für drei Krisen gleichzeitig: für die Wirtschaftskrise, die Energiekrise und die Klimakrise. Mit einem grünen Jobwunder sichern wir uns ab gegen die Krisen von morgen. Aktuelle Studien zeigen: Die grüne Wirtschaft ist DAS Zukunftsprojekt für Deutschland. Dafür muss die neue Bundesregierung so schnell wie möglich die Voraussetzungen schaffen. Deutschland braucht eine echte Klimakanzlerin oder einen echten Klimakanzler.
Wir wollen dazu beitragen, dass folgende drei Hauptargumente im Bundestagswahlkampf gestärkt und nach der Wahl auf der politischen Agenda verankert werden:

Klimafreundliche Technologien, Produkte und Dienstleistungen schaffen Arbeitsplätze (auch in traditionellen Industrien).

Nur mit den richtigen Rahmenbedingungen für umfassende Investitionen in grüne Zukunftstechnologien und grüne Jobs kann Deutschland seine Wirtschaft fit machen für die Welt von morgen und einen Innovationsvorsprung sichern.

Bei den anstehenden UN-Klimaverhandlungen in Kopenhagen muss Deutschland auch aus ökonomischem Eigeninteresse wieder eine Führungsrolle übernehmen.

Ein Kopenhagen-Abkommen mit ambitionierten und verbindlichen internationalen Klimaschutzzielen könnte einen Investitionsschub von schätzungsweise 30 Milliarden Euro jährlich für die deutsche Industrie und grüne Jobs auslösen, so eine Studie im Auftrag des BMU. Deutschlands Wirtschaft würde von einem starken Investitionsimpuls, der von Kopenhagen ausgeht, besonders profitieren. Ein starkes Klimaabkommen ist gut für Mensch und Natur – und für Deutschland.

Strategie


Die Parteien sollen spüren, dass sie dieses Thema im und nach dem Wahlkampf glaubwürdig und lautstark besetzen müssen. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. In allen Parteien gibt es immer mehr Menschen, die wissen: Klimaschutz sichert die Zukunft – Klima und Arbeitsplätze. Zur Stärkung des Themas arbeitet KlimakanzlerIn gesucht mit einem möglichst breiten Bündnis von Partnern zusammen. In die Zukunft blickende Unternehmen, Gewerkschaften, Kirchen und andere Gruppen können diese Argumente aufgreifen und verstärken. KlimakanzlerIn gesucht will ein Mainstreaming des Themas „grüner Aufschwung und grüne Jobs“ erreichen.

Aktion


Ausgerüstet mit grünen Arbeiterhelmen zeigen junge Menschen während der Wahlkampftour der Spitzenpolitiker Flagge. Auf Diskussionsveranstaltungen über die Energiepolitik der zukünftigen Regierung werden die politischen Programme der Kandidaten für den Bundestag verglichen. Prominente Unternehmer und andere Persönlichkeiten sollen auf eigenen Veranstaltungen sowie mit öffentlichen Statements die Diskussion über einen grünen Aufschwung vorantreiben. Wir veröffentlichen Geschichten von Menschen, die bereits heute ihr ganz persönliches grünes Jobwunder erleben. Das Internetportal www.klimakanzlerin-gesucht.de / www.klimakanzler-gesucht.de informiert über die Aktionen der Kampagne und hält Hintergrundwissen bereit. Portal und Veranstaltungen messen die politischen Programme der Parteien und Kandidaten an klaren Kriterien für ein grünes Jobwunder.

Kontakt/Impressum


Die Klima-Allianz
Marienstraße 19-20
10117 Berlin
Fax: 030 / 6781775 – 80
Email: info@die-klima-allianz.de

KlimakanzlerIn gesucht wurde von einem breiten Spektrum von Umwelt- und Entwicklungsverbänden, von Unternehmens- und Kirchenorganisationen initiiert und möchte Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zur Beteiligung motivieren.


Die Klima-Allianz (klima-allianz.de) umfasst als Dachorganisation über 100 deutsche Verbände, darunter Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, Unternehmens- und Kirchenverbände sowie Gewerkschaften.
The Global Campaign for Climate Action GCCA (tcktcktck.org | www.gc-ca.org) ist eine neue Initiative internationaler Nichtregierungsorganisationen mit dem Ziel, einen gefährlichen Klimawandel abzuwenden.
E3G (www.e3g.org) ist eine international arbeitende Nichtregierungsorganisation, die im öffentlichen Interesse daran mitwirkt, den globalen Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft zu beschleunigen.

Avaaz (www.avaaz.org) ist eine globale Internetbewegung, die mit demokratischen Mitteln für eine gerechtere Welt kämpft. In Deutschland hat Avaaz 250.000 Mitglieder.

Oldag Caspar
Koordinator KlimakanzlerIn gesucht, Berlin
Tel: +49 (0)30 2888356 85
Email: caspar@klimakanzler-gesucht.de

Julius van de Laar,
Campaigner KlimakanzlerIn gesucht, Berlin
Mobil: +49 (0)160 9722 4717
Email: julius@avaaz.org

Christina Hering
Die Klima-Allianz, Berlin
Tel: +49 (0)30 6781775 72
Email: hering@die-klima-allianz.de